Im Hochbeet entsteht über die Saison viel Pflanzenmasse, gleichzeitig fallen in der Küche täglich kleine Mengen Bioabfall an. Statt beides getrennt zu denken, lasse ich beides direkt im Beet zusammenkommen - mit einem selbstgebauten Wurmkomposter aus KG-Rohr, der senkrecht im Hochbeet steckt.
Durch das verlegen vom Strom in das Gerätehaus hatte ich schon seit einiger Zeit ein 1 Meter Reststück eines KG 100 Rohrs herumliegen. Ich dachte immer das ich das schon noch einmal brauchen werde, also klassisches Heimwerker horden und gestern war es dann soweit ;-)
Das KG-Rohr (das orange/braune Abwasserrohr aus dem Baumarkt) wird mit Löchern versehen und senkrecht ins Hochbeet eingelassen. Oben kommt ein Deckel drauf, unten steht es offen oder hat größere Schlitze. In das Rohr wandern Küchenabfälle und ein paar Kompostwürmer (z. B. Eisenia fetida).
Die Würmer bleiben überwiegend im Rohr, wandern aber durch die Löcher ins umliegende Beet, fressen sich durch das Material und hinterlassen wertvollen Wurmhumus direkt dort, wo die Pflanzenwurzeln sind. Das Hochbeet wird so über die Saison kontinuierlich gedüngt, ohne extra zu gießen oder zu streuen.
Nein, es ist kein Hochleistungs-Komposter für den ganzen Haushaltsbioabfall. Für eine Familie reicht ein einzelnes Rohr meist nicht - dann lieber zwei oder drei Rohre pro Hochbeet verteilen oder zusätzlich klassisch kompostieren. Aber für kleine Mengen direkt aus der Küche ist es eine entspannte, wartungsarme Lösung, die das Hochbeet nebenbei mitdüngt.
Folgt... :)